Liebe Freunde, liebe Familie, liebe Wegbegleiter,

wisst ihr noch? Im vergangenen Jahr begann ich meinen Jahresrückblick mit den Worten:
„Für uns alle neigt sich ein wirklich aufregendes Jahr dem Ende zu, und viele brauchen eine Pause von einem herausfordernden Alltag.“

Kommt es nur mir so vor – oder trifft das auf dieses Jahr noch sehr viel mehr zu?

Für mich persönlich war dieses Jahr reich an Momenten, in denen ich mich überfordert, erschöpft und gelegentlich auch ziemlich ratlos fühlte. Und doch war da etwas, das mich getragen hat. Ich will es nicht Hoffnung nennen, sondern Gewissheit: die sanfte Überzeugung, dass sich Dinge zum Guten wenden.

Wenn wir uns vergegenwärtigen, was „sich wenden“ wirklich bedeutet, erkennen wir seine ganze Tiefe. Etwas kann gewendet werden – von uns. Von einer Seite, die beschwert oder betrübt, hin zu einer anderen, die Einsicht schenkt, Möglichkeiten freilegt und Wege sichtbar macht. Wege, die – wenn wir ihnen folgen – zum Licht in uns selbst führen können.

Dieses innere Licht – man könnte es auch das höchste Selbst nennen – hat mich in den letzten Monaten besonders beschäftigt. Alles, was mir begegnete, das Herausfordernde ebenso wie das Schöne, alles, was ich las, lernte oder erzählt bekam, führte mich immer wieder dorthin zurück. Und mir wurde klar, welch ungeheure Kraft dort ruht.

Was das im übrigen mit Weihnachten zu tun hat? Sehr viel. Für mich war Jesus nicht der Erlöser von einer erfundenen Schuld, sondern der Mensch, an dem aufleuchtet, welche Kraft in uns allen liegt.Sein In-die-Welt-kommen erinnert uns an unsere zutiefst menschliche Fähigkeit zur Liebe, Wahrheit und Freiheit, und welche „Wunder“ möglich werden, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden.

Ich wünsche allen eine gesegnete Weihnacht und ein 2026 voller Fülle, Frieden und Freude!

Herzlichst,
eure Dörte

Posted by:doerte